Beschreibung
Liebe Leserin, lieber Leser!
In der vorliegenden Ausgabe finden Sie in sehr unterschiedlicher Weise widerständige Texte, die sich an einfachen Erklärungen reiben und gegen schnelle Zuordnungen wehren. Der Mensch braucht Ordnung, schreibt Tali Okavi in Krieg ist eine Autoimmunerkrankung, „er ordnet sich regelmäßig“ und zerbricht daran oder am Grauen der Welt. Tali Okavi veröffentlicht das erste Mal in den Lichtungen, sie schreibt auf Hebräisch und Deutsch, wir freuen uns, dass sie uns ihren Text anvertraut hat.
Dmitrij Gawrisch hat uns seine Literatur zum Glück schon oft anvertraut. Seine Beiträge bestechen stets durch hohe Qualität und eine wie nebenbei entstehende, leichtfüßige Lesbarkeit. In Das Kugelkind verbindet er auf virtuose Weise Tragik und Komik und beschreibt, wie das Erzählen selbst zu einer Form des Überlebens wird: eine Survival-Poetik, wenn man so will.
Paul-Henri Campbell führt uns im zweiten Teil seiner Essayreihe über Amerika autobiografisch in die Welt des europäischen „Little America“ seiner Kindheit und beschreibt mit klarem Blick den Umgang der US Army mit den Angehörigen der Soldaten bis in die Gegenwart.
Das sind nur drei der in dieser Ausgabe versammelten Texte. Kathleen Jamie, Sophia Schnack, Friederike Schwab, Mario Hladicz, Miljenko Jergović, Dorta Jagić, Anna Neuwirth, Sophie Reyer, Cordula Simon und Wolfgang Pollanz sowie die Übersetzerinnen Dörte Eliass, Brigitte Döbert und Jelena Dabić tragen zusätzlich zur gelungenen Abrundung des vorliegenden Heftes bei. Im Abspann schreibt Johanna Hieblinger über (fast) 4000 Folgen Sturm der Liebe und im Kunstteil ergänzt die (sprach-)kritische Autorin Esther Kinsky die Formen des Handelns der bildenden Künstlerin Iris Andraschek.
Wir hoffen, Sie haben an dieser Ausgabe genauso viel Freude wie wir!
Andrea Stift-Laube
2026 Lichtungen – Verein für Literatur & Kunst
ISSN 1012-4705




